Vitamin K2 in Lebensmitteln - die besten Quellen im Alltag

Leonhard Conrad .

1. August 2026

Vitamin K1 aus grünem Gemüse, K2 (MK-4) aus tierischen Lebensmitteln und K2 (MK-7) aus fermentierten Lebensmitteln wie Natto.

Vitamin K2 ist ein unterschätzter Teil der Ernährung, weil es nicht in denselben Lebensmitteln steckt wie das bekanntere K1. Wer die besten Quellen kennt, kann im Alltag gezielt essen, statt sich auf vage Gesundheitsversprechen zu verlassen. Ich schaue dabei nicht nur auf die theoretisch stärksten Produkte, sondern auf das, was in Deutschland wirklich auf dem Teller landet.

Die wichtigsten K2-Quellen sind fermentierte und tierische Lebensmittel, aber im deutschen Alltag zählen vor allem Käse, Eier und Innereien.

  • Natto ist die mit Abstand stärkste natürliche Quelle, hierzulande aber eher ein Spezialfall.
  • Gereifte Käse liefern deutlich mehr Vitamin K2 als Frischkäse oder viele milde Milchprodukte.
  • Eigelb, Leber, Butter und einzelne fermentierte Lebensmittel tragen zusätzlich bei.
  • Die Menge schwankt stark je nach Reifung, Fermentation und Tierfütterung.
  • Bei Blutverdünnern zählt nicht mehr K2, sondern eine gleichbleibende Zufuhr.

Warum Vitamin K2 andere Lebensmittel hat als K1

Vitamin K ist kein einzelner Stoff, sondern eine Gruppe. Für die Ernährungspraxis ist vor allem die Unterscheidung zwischen K1 und K2 wichtig: K1 steckt vor allem in grünem Gemüse, K2 eher in tierischen und fermentierten Lebensmitteln. Die DGE fasst Vitamin K als Sammelbegriff zusammen und nennt für die Versorgung vor allem grüne Gemüsearten, Milchprodukte, Fleisch und Eier als gute Lieferanten.

K2 besteht aus sogenannten Menachinonen, meist MK-4 und MK-7. Der praktische Unterschied ist simpel: Wenn du deine K-Zufuhr über Spinat, Grünkohl oder Brokkoli deckst, denkst du in erster Linie an K1. Wenn du über Käse, Eier, Leber oder fermentierte Produkte gehst, bewegst du dich stärker im K2-Bereich. Ich halte diese Unterscheidung für nützlich, weil sie im Alltag die Suche nach den richtigen Lebensmitteln deutlich klarer macht.

Wichtig ist auch: Es gibt für Vitamin K insgesamt Referenzwerte, aber keinen separaten Tageswert nur für K2. Genau deshalb ist es sinnvoller, über Lebensmittelmuster nachzudenken als über eine einzelne Zahl für ein einzelnes Isomer. Damit ist die Richtung klar, und jetzt geht es um die konkreten Quellen.

Grünes Gemüse wie Grünkohl, Spinat und Brokkoli sind wichtige **Vitamin K2 Lebensmittel**. Die Grafik zeigt verschiedene Gemüsesorten und ihren Vitamin-K-Gehalt.

Welche Lebensmittel besonders viel Vitamin K2 liefern

Die exakten Mengen schwanken je nach Herkunft, Reifung, Fermentation und Verarbeitung. Für die Praxis ist deshalb die Rangfolge wichtiger als ein scheinbar präziser Laborwert. Natto liegt an der Spitze, während Käse, Eigelb und bestimmte Innereien im Alltag die deutlich realistischeren Quellen sind.

Lebensmittel Einordnung bei Vitamin K2 Warum es relevant ist Einschränkung
Natto Sehr hoch Die stärkste natürliche Quelle, besonders reich an MK-7 Geschmack und Konsistenz sind für viele ungewohnt
Gereifter Hart- und Schnittkäse Hoch bis mittel Im deutschen Alltag gut nutzbar, etwa als Brotbelag oder im Ofengericht Je nach Reifung, Kultur und Hersteller sehr unterschiedlich
Eigelb Mittel Leicht in Frühstück, Mittagessen oder Salat einzubauen Kein Spitzenlieferant, eher Ergänzung als Hauptquelle
Leber und andere Innereien Mittel bis hoch Nährstoffdicht und in kleinen Mengen sehr effektiv Nicht für jeden Geschmack und nicht als tägliche Standardlösung
Butter und vollfette Milchprodukte Eher mittel Tragen über regelmäßige kleine Portionen zur Gesamtzufuhr bei Allein damit kommt man meist nicht weit
Fermentierte Produkte wie Sauerkraut oder bestimmte Milchfermente Schwankend, meist eher niedrig bis mittel Interessant als Zusatz im Speiseplan Nicht verlässlich genug, um sie als Hauptquelle einzuplanen

Natto bleibt der Ausreißer. Wer eine wirklich hohe K2-Zufuhr über Lebensmittel sucht, kommt daran kaum vorbei. Für die meisten Menschen in Deutschland sind aber gereifter Käse, Eier und gelegentlich Leber die deutlich realistischeren Bausteine. Genau dort liegt auch der praktische Hebel im Alltag: nicht auf das eine Superfood setzen, sondern auf mehrere brauchbare Quellen. Im nächsten Schritt geht es deshalb darum, wie das hierzulande konkret aussehen kann.

Wie du in Deutschland realistisch auf K2 kommst

Ich würde Vitamin K2 nicht als Spezialthema für Gesundheits-Enthusiasten behandeln, sondern als einfache Ernährungsfrage: Welche Lebensmittel landen regelmäßig auf dem Teller, und welche davon liefern tatsächlich etwas? In Deutschland ist die Antwort meistens unspektakulär, aber brauchbar. Gereifte Käse, Eier, Butter und einzelne Innereien sind oft die praktischeren Quellen als exotische Produkte.

Im Frühstück

Ein Frühstück mit Eiern und etwas Käse ist deutlich interessanter als ein rein fettarmes Müsli, wenn es um K2 geht. Das ist kein Freifahrtschein für eine schwere Mahlzeit am Morgen, aber eine normale Portion Ei plus Käse liefert mehr als ein bloßes Vertrauensgefühl in “gesunde Ernährung”.

Im Abendbrot

Gerade beim klassischen deutschen Abendbrot kann man K2 leicht mitdenken. Ein gereifter Schnittkäse bringt in der Regel mehr als Frischkäse oder Quark, und ein wenig Butter auf dem Brot liefert zumindest einen kleinen Zusatzbeitrag. Der Unterschied ist nicht spektakulär, summiert sich aber über die Woche.

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Bei selteneren Lebensmitteln

Leber und andere Innereien sind ernährungsphysiologisch stark, werden aber oft zu selten gegessen. Wer sie mag, kann sie gelegentlich einbauen. Wer sie nicht mag, muss sich nicht zwingen. Für K2 reicht in vielen Fällen schon eine vernünftige Mischung aus Eiern, Käse und gelegentlichen fermentierten Produkten.

Die DGE nennt Milch und Milchprodukte, Fleisch und Eier ausdrücklich als gute Lieferanten für Vitamin K. Ich finde diese Einordnung hilfreich, weil sie den Blick von der Theorie auf den realen Speiseplan lenkt: nicht nur darüber reden, sondern tatsächlich passende Mahlzeiten bauen. Damit stellt sich die nächste Frage fast automatisch: Wie viel Vitamin K braucht man überhaupt?

Wie viel Vitamin K insgesamt sinnvoll ist

Für Vitamin K gibt es in Deutschland Referenzwerte, aber keinen eigenen Tageswert nur für K2. Das ist wichtig, weil viele Leser intuitiv nach einer exakten K2-Zahl suchen, obwohl die Ernährungspraxis eher über die Gesamtzufuhr läuft. Für Erwachsene liegen die DGE-Referenzwerte für Vitamin K insgesamt je nach Alter und Geschlecht ungefähr in diesem Bereich:

Gruppe Referenzwert für Vitamin K gesamt
Männer 19 bis unter 51 Jahre 70 µg/Tag
Frauen 19 bis unter 51 Jahre 60 µg/Tag
Männer ab 51 Jahre 80 µg/Tag
Frauen ab 51 Jahre 65 µg/Tag
Schwangere 60 µg/Tag
Stillende 60 µg/Tag

Der NIH ODS weist ebenfalls darauf hin, dass Vitamin K über Lebensmittel wie Käse, Eier, Fleisch und Sojabohnen aufgenommen wird und dass Vitamin-K-Formen in Supplements ebenfalls vorkommen können. Für den Alltag heißt das aber nicht, dass man anfangen sollte zu zählen. Besser ist ein stabiler Speiseplan mit wiederkehrenden Quellen, statt jeden Tag an einer anderen Stelle zu kompensieren.

Ein weiterer Punkt, den ich wichtig finde: K2 ist fettlöslich. In der Praxis profitieren also Mahlzeiten mit normalem Fettanteil eher als extrem magere Einzelprodukte. Das heißt nicht, dass man fettig essen soll, sondern dass K2 in einer realistischen Mahlzeit mit etwas Fett sinnvoller eingebettet ist. Damit sind wir schon bei dem Bereich, in dem Vorsicht wichtiger wird als noch mehr K2.

Wann Vorsicht wichtiger ist als noch mehr K2

Wer Blutverdünner wie Warfarin oder in Deutschland häufig Phenprocoumon nimmt, sollte Vitamin K nicht sprunghaft verändern. Es geht dann nicht darum, K2 zu meiden, sondern die Zufuhr konstant zu halten. Ein plötzlicher Wechsel von sehr wenig zu sehr viel kann die Einstellung der Medikamente beeinflussen. Genau das ist der Moment, in dem Lebensmittelentscheidungen medizinisch relevant werden.

Auch bei Aufnahmestörungen lohnt sich ein genauer Blick: Nach bariatrischen Eingriffen, bei Darmerkrankungen oder unter bestimmten Medikamenten kann die Aufnahme von Vitamin K beeinträchtigt sein. Wer so etwas betrifft, sollte Ernährung und mögliche Supplements nicht nach Bauchgefühl steuern. Ich würde in diesen Fällen lieber mit einer festen, gut verträglichen Lebensmittelauswahl arbeiten als mit spontanen Experimenten.

Supplemente können in Einzelfällen sinnvoll sein, sind aber für die meisten Menschen kein Ersatz für eine durchdachte Ernährung. Wenn es nur um “mehr” geht, ist die Lebensmittelbasis fast immer die bessere erste Lösung. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob man irgendein K2-Produkt findet, sondern welche Gewohnheiten im Alltag wirklich tragen.

Was im Alltag wirklich den Unterschied macht

Wenn ich das Thema auf das Wesentliche reduziere, dann so: Vitamin K2 kommt zuverlässig über wenige, aber klare Lebensmittelgruppen. Gereifter Käse, Eier, Leber und gelegentlich fermentierte Produkte sind die alltagstauglichen Bausteine; Natto ist die Speziallösung für Menschen, die es mögen oder bewusst danach suchen. Wer so denkt, muss sich nicht von einzelnen Zahlen oder Werbeversprechen leiten lassen.

  • Setze auf wiederkehrende Quellen statt auf Zufall.
  • Bevorzuge gereifte Käse statt sehr milde Milchprodukte, wenn K2 das Ziel ist.
  • Baue Eier und gelegentlich Leber als Ergänzung ein, nicht als Pflichtprogramm.
  • Verlasse dich bei fermentierten Lebensmitteln nicht auf pauschale Health Claims, sondern auf den tatsächlichen Produktcharakter.
  • Halte die Zufuhr konstant, wenn du gerinnungshemmende Medikamente nimmst.

Für mich ist das die robuste Lösung: nicht ein einzelnes Lebensmittel überhöhen, sondern einen Speiseplan bauen, in dem K2 natürlich mitläuft. Wenn du genau so an das Thema herangehst, ist die Ernährung nicht komplizierter, sondern nur präziser.

Häufig gestellte Fragen

Natto ist die mit Abstand stärkste natürliche Quelle, wird in Deutschland aber selten gegessen. Realistischer sind gereifter Hart- und Schnittkäse, Eigelb sowie gelegentlich Leber und andere Innereien. Butter und vollfette Milchprodukte tragen eher ergänzend bei, nicht als Hauptquelle.
K1 steckt vor allem in grünem Gemüse wie Spinat, Grünkohl oder Brokkoli. K2 findet sich eher in fermentierten und tierischen Lebensmitteln wie Käse, Eiern, Leber oder Natto. Für Vitamin K gibt es Referenzwerte insgesamt, aber keinen eigenen Tageswert nur für K2.
Die DGE nennt für Erwachsene je nach Alter und Geschlecht unterschiedliche Werte: Männer 19 bis unter 51 Jahre 70 µg/Tag, Frauen 60 µg/Tag, Männer ab 51 Jahre 80 µg/Tag, Frauen ab 51 Jahre 65 µg/Tag. Für Schwangere und Stillende gelten 60 µg/Tag. Entscheidend ist dabei die Gesamtzufuhr, nicht ein separater K2-Wert.
Bei Warfarin oder Phenprocoumon geht es nicht darum, Vitamin K2 zu vermeiden, sondern die Zufuhr konstant zu halten. Sprunghafte Änderungen können die Medikamenteneinstellung beeinflussen. Auch bei Aufnahmestörungen nach bariatrischen Eingriffen, bei Darmerkrankungen oder unter bestimmten Medikamenten ist eine feste, gut verträgliche Ernährung wichtiger als Experimente.
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Autor Leonhard Conrad
Leonhard Conrad
Mein Name ist Leonhard Conrad und seit nunmehr sechs Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Fitness, Sportausrüstung und Mentaltraining. Meine Reise in diese Bereiche begann aus persönlichem Interesse an einem gesunden und ausgeglichenen Lebensstil. Auf aboutfitness.de teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, um Ihnen dabei zu helfen, Ihre eigenen Ziele zu erreichen. Ich lege großen Wert darauf, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären und fundierte Informationen zu liefern, die Sie direkt in Ihrem Alltag anwenden können. Dabei recherchiere ich sorgfältig und vergleiche verschiedene Ansätze, um stets aktuelle und nützliche Inhalte für Sie aufzubereiten.
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